Flugmodellsport und Freizeitclub Zerbst e.V.
Baubericht F3K - Modell / 1000mm Spannweite
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Hier entsteht ein F3K Modell mit einer Spannweite von max. 1000 mm. Die Fläche und die Leitwerke
werden in " Positiv - Bauweise " erstellt. Das Modell soll keine Querruder bekommen.
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Die Kerne bestehen aus Styrodur und werden mit einem heißen Draht von Hand geschnitten. Zur Führung
werden an den Seiten Schablonen angebracht. Nacheinander je eine für unten und oben.



Die Fläche besteht aus vier Teilen á 250 mm. Diese werden mit Uhupor verklebt . . .



 . . . dann zurecht geschnitten und geschliffen.



Oben und unten wird die Fläche mit Glasfaser beschichtet. Dazu wird auf PP - Folie Glasfaser aufgebracht.
Die Folie dient als Träger und sorgt gleichzeitig für eine saubere Oberfläche. Zuvor werden die Umrandungen
des Flügels auf die Folien übertragen um sie später dort auszuschneiden. Es werden je Seite 2 Lagen
Glasgewebe ( 25g / m2 ) laminiert. Die Flügelspitzen und die Mitte bekommt eine zusätzliche Lage Glasgewebe.
Des Weiteren wird auf beiden Seiten ein Kohleband zur Verstärkung mit einlaminiert.



Nach auftragen der Schichten, wird mittels Küchenrolle und Tapetenroller das überflüssige Harz entfernt. Die
Küchenrolle saugt das Harz auf und wird dann einfach abgezogen. Dieser Schritt ist sehr wichtig, da hierdurch
sehr viel Gewicht eingespart wird.



Dann wird die Folie mit dem Laminat an der Markierung ausgeschnitten. Dieses erfolgt für die Ober- und
Unterseite des Flügels.



Der Styrodurkern kommt dann zwischen die beiden Folien.  An die Stelle wo später einmal der Wurfgriff sitzt,
wurde noch eine Verstärkung aus Balsa eingebracht.



Die Fläche kommt nun mit Papierflies in einen Vakuum Sack und die Luft wird abgesaugt.



Bei dieser Fläche habe ich den Flügel zum  Aushärten kontrolliert nach unten gebogen.  Nachdem der Flügel
ca. 24 h ausgehärtet ist, wird auf der Oberseite eine V - förmige Kerbe geschnitten und die Flügelteile werden
nach oben gebogen und in dieser Stellung verklebt. So entsteht ein leicht gewölbter V - förmiger Flügel.



Der Flügel mit bereits angebautem Rumpfrohr. Das Rohr ist aus Kohlefaser gewickelt und wiegt 14g.
Die EWD liegt bei 1,5 Grad.



Die Kerne für Höhen- und Seiten - Leitwerk sind auch aus Styrodur geschnitten und anschließend geschliffen.
 An den Stellen wo später die Befestigungen und die Anlenkungen sitzen,
wurde zur Verstärkung wieder Balsa eingebracht.


Dann das Gleiche wie beim Flügel . . .  PP Folie . . .  Glasmatte . . .  Harz . . . Verstärkung . . . 
 überflüssiges Harz aufnehmen . . . Ausschneiden . . .


. . .  dann die Kerne mit  Folie und Flies ins Vakuum.


Fertig sind die sehr leichten aber stabilen Leitwerke. Das Seitenleitwerk wurde noch mit Kohlefaser
verstärkt, da es bei der Landung oft sehr stark beansprucht wird.

    
Das Höhenleitwerk  wurde als Pendelleitwerk ausgeführt.  Die Halterung hierfür ist  aus Kohlefaser geformt. 
( PP  Folie - 5 Lagen Kohlefaser mit Harz - PP  Folie )  in die linke Form gepresst . . .  fertig ist der Rohling.
( reicht für zwei Leitwerke ! )


Federdraht sorgt bei den Leitwerken für die nötige Vorspannung.

     
Die Rumpfspitze besteht aus drei Teilen. In der Mitte ein stabiler Träger aus Balsa / Kohlefaser, dieser wird
später auf das Rumpfrohr geklebt.  Links und rechts kommen dann  die Schalen aus Balsa an das Mittelteil.
 Die Rumpfspitze wird je nach Wunsch geschliffen. Eine Schale wird fest verklebt, die andere wird
abnehmbar angebracht. ( Magnete )


Noch etwas Farbe drauf . . .  Fertig.



Fertig ist der Nachwuchs F3K - Flieger.
Spannweite 995mm , Länge 950mm, Gewicht 159g
Verbaut sind 2 x Servo 3,5g, 4 Zellen á 200mAh, Graupner Empfänger "Hott GR - 12S"



Und fliegen tut er auch . . .
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